Interview mit Bloggerin @tori.smi – MALIQUE

0 Kommentare / Geposted am von MALIQUE Jewelry

Mit fast 100.000 Followern auf Instagram und unzähligen Lesern auf ihrem Blog gehört @tori.smi mittlerweile zu den ganz Großen der Instagram Bloggerszene. Sie teilt ihr Wissen zum Thema Instagram Reichweite aufbauen, Bildbearbeitung und Fotografie und hilft so anderen damit selbst erfolgreich zu werden.

Wir hatten das Glück ihr ein paar Fragen stellen zu dürfen - zu ihrem Alltag, ihrem Job und auch den Schattenseiten des Blogger-Daseins und waren einige Male überrascht, denn so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt, ist es gar nicht! Aber lest selbst...

 

Tori, Magst du dich kurz für die Leser unseres Blogs vorstellen? Was machst du genau?

Hey, mein Name ist Victoria Smirnov und auf Instagram kennt man mich als @tori.smi. Seit ca. einem Jahr ist Instagram mein Full Time Job und obwohl ich derzeit meinen Master in Soziologie abschließe, habe ich vor nach meinem Studium auch weiterhin selbstständig tätig zu sein. Mit Instagram und meinem Blog kann ich frei über meinen Alltag und meine Arbeit entscheiden, was ich sehr zu schätzen weiß. Ich war schon immer gerne kreativ, liebte Fotografie, Mode und Reisen. Doch lange Zeit wusste ich nicht so recht, wie ich meine Passion zum Beruf machen kann. Während meines Bachelorstudiums in Theater- und Medienwissenschaften und Soziologie holte ich mir die App Instagram. Was zunächst ein Hobby war entwickelte sich mit der Zeit zu einer Passion und schließlich zu meinem Beruf. Anders als viele denken ist Influencer/ Blogger- Sein ein harter Job. Wir planen, erstellen und bearbeiten Content. Wir modeln, fotografieren und schneiden Videos. Wir programmieren und optimieren unsere Blogs, lernen SEO und entwickeln eigene Produkte, wie Beispielsweise Presets. Wir machen keinen Urlaub, sondern Geschäftsreisen. Einfach Zuhause chillen gibt es bei uns nicht, denn es gibt immer etwas zu tun und man ist 24/7 mit dem Kopf bei der Arbeit. Dieser Beruf ist unglaublich vielfältig und erfordert sehr viel Disziplin und selbstständiges Arbeiten. Doch trotz all der harten Arbeit würde ich ihn für nichts eintauschen wollen.

Wie lange bist du schon Bloggerin?

Ich bin seit November Bloggerin (mit einem eigenen Blog), aber schon seit über 2 Jahren Instagrammerin, was für mich im Grunde auch unter die Rubrik Bloggen fällt.

 

Was war ursprünglich deine Motivation das Bloggen anzufangen?

Meine Motivation war einfach meine Kreativität auszuleben und meine Arbeit mit Menschen zu teilen, die selbst daran Interesse haben. Es ist schön zu sehen, wie Andere durch deine Arbeit inspiriert werden und ebenso finde ich es toll meine Erfahrungen mit meiner Community zu teilen und von ihnen zu lernen.

Was ist die Nr. 1 Message, die du deinen Followern vermitteln möchtest?

Etwas, was ich mir selbst gerne gesagt hätte: Hör auf die Meinung anderer über deine eigene zu stellen!
Keiner hat das Recht dir etwas zu verbieten, dich und deine Arbeit schlecht zu reden oder deine Leistungen runterzumachen.

Du bist einzigartig, du bist talentiert und du kannst alles schaffen, was du möchtest.
Lass die Anderen reden, denn sie finden immer Gründe dafür. Deine eigene Meinung ist entscheidend.

Du musst hinter dem stehen, was du tust.

Seit wann lebst du von dem Bloggen? Was war der Moment, an dem du wusstest, dass du dich damit selbstständig machen möchtest?

Seit etwa zehn Monaten mache ich Instagram hauptberuflich und kann auch davon leben. Den endgültigen Entschluss mich selbstständig zu machen habe ich gefasst, als mein Account letzten Sommer gehackt wurde. Nachdem ich eine Woche geglaubt hatte, dass meine ganze harte Arbeit einfach weg war wusste ich, dass Instagram für mich viel mehr ist als ein Hobby. So habe ich entschieden 100% zu geben und mich voll darauf zu fokussieren. Und seit diesem Entschluss lief es für mich viel besser. Ich kann selbst entscheiden wann und wie ich arbeite, was mir schon immer wichtig war. Und lustiger Weise arbeite ich jetzt viel länger und härter als je zuvor. Aber das tue ich auch sehr gerne, weil mir meine Arbeit wirklich Spaß macht.

 

Was macht dir an deinem Beruf am meisten Freude?

Ich muss sagen, dass mir einige Aspekte an meinem Beruf viel Freude bringen. Zum einen ist es die Interaktion mit meiner Community. Es ist so schön zu sehen, dass die eigene Arbeit geschätzt wird. Ebenso finde ich es toll zu lesen und zu hören, dass durch meine Tipps oder meine Posts jemand den Mut hatte seine Kreativität auszuleben. Als ich letztes Jahr angefangen habe meine Bilder zu bearbeiten (Hintergründe retuschieren etc.) kam viel Gegenwind und viele negative Stimmen wurden laut. Aus diesem Grund haben sich viele andere nicht getraut ihre Fotos etwas stärker zu bearbeiten. Ich habe damit trotz der negativen Reaktionen weitergemacht und mittlerweile nehmen sich Mädels daran ein Beispiel, sie hören nicht auf die Meinung anderer und tun das, was ihnen Spaß macht. Und das ist etwas, was wirklich Freude bringt. Und natürlich ist es für mich toll mich kreativ auszuleben. Ich habe viel Spielraum und kann einige meiner Ideen umsetzen.

 

Was macht dir überhaupt keinen Spaß?

Der nicht kreative Part meines Jobs wie der technische Background, aber auch die Buchhaltung oder Steuern. Aber wem macht das schon Spaß?

 

Was sagen Familie oder Freunde zu deinem Beruf? Gab es negative Reaktionen?

Ich würde nicht sagen, dass es wirklich negative Reaktionen gab. Es hat einfach niemand daran geglaubt, dass eine App irgendwann zu meinem Job werden kann. Als ich anfing viel Zeit und Energie hineinzustecken merkte ich schon, dass es einige nicht verstanden haben und es auch nicht ernst nahmen. Aber das war für mich nie ein Hindernis. Als ich gezeigt habe, dass ich es tatsächlich schaffen kann damit erfolgreich zu sein gab es keine Zweifler mehr. Manchmal müssen Taten eben lauter sprechen als Worte.

 

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei dir aus?

Einen typischen Tagesablauf gibt es im Grunde nicht, denn ich plane jeden Tag individuell, je nachdem was gerade ansteht.
Aber natürlich gibt es ein paar Dinge, die ich täglich tue. So checke ich jeden Morgen als erstes meine Mails.

Danach plane ich den Tag, mache eine To Do und Prioritätenliste und arbeite sie dann im Laufe des Tages ab.
Je nachdem was bei mir ansteht plane ich entweder den kommenden Content (suche Locations für Shootings raus, überlege mir Settings für Zuhause, suche Outfits raus, denke über mögliche Edits nach), schreibe meine Blogbeiträge, bearbeite Videos (Tutorials, Reisevideos etc.), bearbeite Fotos, plane meinen Feed vor und überlege mir Themen für meine Instagram Captions. Es gibt immer etwas zu tun, langweilig wird es nie. Und natürlich versuche ich neben all dem noch etwas für meine Uni zu tun.

Denn trotz Social Media finde ich es persönlich sehr wichtig meinen Abschluss zu machen, um einen Plan B zu haben.

 

Wie viel Stunden verbringst du tagtäglich auf Instagram?

Laut dem Aktivitätenmesser auf Instagram verbringe ich dort zwischen 2-7 Stunden. Es ist natürlich immer unterschiedlich, aber ich würde sagen ich verbringe tatsächlich jeden Tag mindestens 2h dort.

 

Wie lange dauert es, bis das perfekte Foto im Kasten ist?

Das ist unterschiedlich, aber wenn ich einen konkreten Plan habe dauert es nicht länger als 10 Minuten (maximal).
Wenn ich komplett planlos an ein Shooting heran gehe (und das tue ich eigentlich nie), dann kann es schon etwas länger dauern, vielleicht 20-30 Minuten. Aber im Grunde habe ich vor einem Shooting bereits eine ungefähre Idee vor Augen. Und das ist meiner Meinung nach wichtig für ein gutes Foto. Es reicht einfach eine ungefähre Idee und während des Shootings ergeben sich dann tolle Fotos.

 

Wer macht deine Fotos?

Meine Fotos macht seit zwei Jahren mein Verlobter. Ab und zu macht auch mal meine Mutter Bilder von mir oder in Ausnahmefällen ein Stativ.
Aber das Shooten mit meinem Verlobten ist für mich am einfachsten, denn nach all den vielen Shootings weiß er fast immer, was ich erwarte und mir vorstelle.

 

Gibt's auch Tage an denen du überhaupt keinen Bock auf Instagram hast? Postest du dann trotzdem?

Wenn ich überhaupt keine Lust habe, dann poste ich auch nicht. Ich habe mir auch ab und zu einen freien Tag gegönnt, schließlich braucht man ab und zu eine kleine Pause. Aber grundsätzlich macht es mir so viel Spaß, dass ich einfach unbedingt online sein möchte.

 

Wie gehst du mit Hate Kommentaren um?

Der Hate ist auf meinem Account zum Glück nicht sehr groß. Es ist schon selten, dass mal jemand richtige Haterkommentare schreibt. Aber letztes Jahr war es schon eher der Fall. Das war, als ich anfing meine Bilder stärker zu bearbeiten. Ich habe mir das am Anfang sehr zu Herzen genommen. Grundsätzlich habe ich früher viel über die Meinung anderer nachgedacht. Mittlerweile kann ich damit ganz gut umgehen und es macht mir nicht mehr viel aus. Sollte der Kommentar unnötig sein lösche ich ihn. Wenn der Account nicht aufhört blockiere ich ihn. Ich finde das Leben ist zu kurz um sich mit dieser Negativität zu umgeben.

Was sind deine Ziele? Gibt es etwas, das du unbedingt noch erreichen möchtest?

Ich finde bei kreativer Arbeit ist der Weg das eigentliche Ziel. Das bedeutet für mich, dass ich immer besser werden möchte.
Meine Fotos und Videos sollen immer hochwertiger werden. Ich möchte mich stets weiterbilden und immer wieder neues ausprobieren.

Gerne möchte ich in Zukunft noch mehr Reisen. Dabei will ich tollen Content erstellen und diesen mit meiner Community teilen.
Im Grunde ist mein Ziel an mir und meiner Arbeit zu arbeiten.

 

Mittlerweile gibt es viele Mädels, die auch mit Instagram durchstarten möchten. Hast du irgendwelche Tipps, die du ihnen mit auf den Weg geben könntest?

Viele stellen sich den Beruf einer Influencerin/Bloggerin super easy und chillig vor. Hier und da ein Foto, coole neue Klamotten und Accessoires umsonst und am besten noch das ganze Jahr nur auf Reisen sein. Leider muss ich diejenigen enttäuschen, die so denken. Es ist sehr viel Arbeit, viel mehr als bei einem regulären Job. Ihr werdet viele Downphasen haben, auch mal in ein kreatives Loch fallen, nicht sofort tolle Jobs bekommen oder gleich die schönsten Hotels. Ihr werdet oft früh aufstehen und euren Alltag mit anderen teilen müssen. Eigentlich werdet ihr am Anfang viel Zeit, Geld und Nerven hinein investieren müssen.

Es ist ein langer Prozess und wenn ihr wirklich erfolgreich sein wollt, dann müsst ihr euren Job richtig gut und vor allem gerne machen.
Gebt euch viel Mühe, kopiert niemanden, versucht individuell zu sein! Findet euer Thema/eure Nische.
Und bemüht euch eurer Community etwas zurück zu geben.


Vielen Dank, Tori, für dieses tolle Interview!

Wer noch mehr von ihr lesen möchte oder sich ihre tollen Bilder anschauen möchte, sollte unbedingt mal auf ihrem Instagram Account: https://www.instagram.com/tori.smi/
sowie ihrem Blog: https://www.torismi.de vorbeischauen!

 

 

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Alle Blog-Kommentare werden vor Veröffentlichung überprüft